European-American Evangelistic Crusades

             
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Der Blutsbund – Schlüssel zum Verstehen des Evangeliums


 
nach den Schriften von Fred Handschumacher
 
 
Die Erlösung Christi aus der Perspektive des Blutsbundes zu sehen hat mein Leben verändert wie keine andere Wahrheit aus der Bibel. Nach fünf Jahren als neuer Christ hatte ich immer noch viele Fragen. Das Besuchen von Gottesdiensten und das Investieren von Hunderten von Stunden in religiöse Aktivitäten hatten es nicht vermocht, diese Fragen zu beantworten. Doch alles änderte sich als ich eines Tages zuhörte, wie jemand über den Blutsbund Christi predigte. Dort hörte ich biblische Wahrheit, die mein Leben für immer verändern sollte. Ich stellte fest, dass dies der Schlüssel zum Verständnis der gesamten Bibel war und ich bemerkte, dass die Bibel fast auf jeder Seite Bezug auf den Bund nahm. Ich lernte, dass ein „Bund“ die Art ist, wie Gott denkt, Beziehung knüpft und handelt. Aber es verwunderte mich dennoch, weshalb diese Botschaft fast nie korrekt gelehrt wird. Heute, etwa 26 Jahre später, weiß ich, warum der Blutsbund (in seiner ursprünglichen, biblischen Bedeutung) nie gelehrt wird – und ich bin weiterhin alarmiert über das, was ich feststelle. Der „Blutsbund“ Jesu Christi setzt dich frei von religiöser Gebundenheit. Der „neue Bund in Christi Blut“ vernichtet die Fehlinformationen und falschen Vorstellungen über Gott, die man in vielen religiösen Organisationen findet.
 
Meine Reise in Gottes Bund begann als ich entdeckte, dass das “Hinwegnehmen” der Sünden durch Jesus am Kreuz einer der Vorteile war. Der Apostel Paulus spricht im Römerbrief darüber, wenn er den Propheten Jesaja bezüglich Israel zitiert:
 
"Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden; und: «das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde».“ (Römer 11:25-27)
 
Gottes Bundeswege zu erkennen wird dein Leben verändern. Doch in den letzten 30 Jahren habe ich gesehen, wie diese herrliche Wahrheit in der institutionellen Gemeinde verzerrt und für gottlose Zwecke missbraucht wurde. Ich schreibe diesen Artikel als ein Zeugnis – aber auch als eine Warnung. Der Blutsbund Christi setzt uns vollkommen frei von der Macht der Sünde. Doch ich habe auch festgestellt, dass religiöse Organisationen diese Wahrheit in eine gefährliche Philosophie verdrehen können. Das Thema des Bundes kann subtil in ein weiteres gesetzliches, religiöses System verändert werden, das dem sehr ähnlich ist, das die frühen Apostel geplagt hat und große Verwirrung, Leid und geistliche Gebundenheit verursachte. In den Händen kluger, geistlicher Leiter können die Bundesprinzipien in eine Ideologie verdreht werden, die eine Gemeinde zu einer sektenähnlichen Aktivität verleitet – während sie weiterhin eine “christliche“ Erscheinung wahrt. Elemente des Blutsbundes finden sich auch im Okkulten – was der Grund dafür ist, dass manche Christen das Thema fälschlicherweise ganz meiden. Diese Reaktion kommt dem Teufel gerade recht. Sie passt genau in seine Pläne. Satan ist ein Meister darin, etwas von Gott Eingesetztes zu nehmen und es in etwas Böses und religiös Irritierendes zu verwandeln. Indem er Gottes Wege pervertiert kann er Nutzen aus dem Mangel an Erkenntnis eines Christen schlagen und ihn dazu veranlassen, genau die Wahrheit abzulehnen, die ihn freisetzen würde! Das Evangelium von Christus sollte einfach sein. Es war so gedacht, dass jeder, der ein Mitglied der Familie Gottes sein möchte, dies durch einen schlichten Akt des Glaubens werden kann.
 
Es ist nicht meine Absicht, durch irgendeinen Teil meiner Schriften jemanden unter Bedrückung zu bringen. Ich möchte vielmehr Menschen helfen, die Bundeswurzeln unseres Glaubens zu erkennen und die gewaltigen Segnungen, die uns dadurch zuteil werden, dass wir Jesus Christus kennen. Gottes Bund ist ein gewaltiger Segen – und kein Fluch! Ich weiß, wie diese Dinge verdreht werden können. Ich habe etliche schmerzhafte Jahre in einer missbräuchlichen Gemeinde verbracht, die eine verzerrte Bundesbotschaft gelehrt und als einen Mechanismus dafür gebraucht hat, ihre Mitglieder zu kontrollieren. Der Leser muss wissen, dass nicht jede Botschaft, die die Bezeichnung “Bund” trägt, freisetzt. Viele auf den Bund orientierte Lehren bedrücken geistlich und versklaven die Zuhörer. Ich habe gelernt, dass Satan, der Feind des Christen, Gottes Blutsbund mehr hasst als alles andere. Jesus hat uns eine einfache Prüfung hinterlassen, die wir auf jede Lehre anwenden können. Wenn sie uns nicht von Lasten frei macht und uns in die Ruhe führt – dann sollte man sie sehr sorgfältig unter die Lupe nehmen.
 
"Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht!" (Matthäus 11:28-30)
 
Der Apostel Paulus warnte die Gläubigen in Korinth davor, von der Einfachheit des Evangeliums abzuweichen. Paulus spricht von dieser Schlichtheit im Kontext einer ehelichen Beziehung zwischen dem Gläubigen und Christus.
 
"Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine reine Jungfrau Christus zuzuführen. Ich fürchte aber, es könnten, wie die Schlange mit ihrer List Eva verführte, so auch eure Sinne verdorben und von der Einfalt gegen Christus abgelenkt werden." (2. Korinther 11:2-3)
 
Der Dieb, der neben Jesus am Kreuz hing, lässt uns die Einfachheit der Erlösung durch Christus erkennen. Ich bin sicher, dass dieser Mann keine Vorstellung davon hatte, dass der größte Bund in der Geschichte des Universums genau an diesem Ort geschlossen wurde, an dem er hingerichtet wurde – Golgatha. Das Blut des Diebes hatte keinen Wert, weil es durch Sünde verdorben war. Doch das makellose „Lamm Gottes“, das neben ihm hing, würde durch sein eigenes, sündloses Blut einen Bund aufrichten, der Erlösung für alle erkaufte, die ihr Vertrauen in ihn setzen würden. Dieser verurteilte Kriminelle rief zu Jesus und sagte einfach:
 
"Herr, gedenke meiner, wenn du zu deiner Königswürde kommst!“ Und Jesus antwortete ihm: „Wahrlich, ich sage dir, noch heute wirst du mit mir im Paradies sein!" (Lukas 23:42-43)
 
Paulus spricht auch in der folgenden Passage wieder über die Einfachheit des Glaubens an Christus:
 
"…wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den (Jesus) glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. Ebenso spricht auch David die Seligpreisung des Menschen aus, welchem Gott Gerechtigkeit anrechnet ohne Werke: «Selig sind die, welchen die Übertretungen vergeben und deren Sünden zugedeckt sind; selig ist der Mann, welchem der Herr die Sünde nicht zurechnet!»" (Römer 4:5-8)
 
Wenn man dieses herrliche Thema studiert ist es leicht, einen entscheidenden Aspekt über den Bund mit Abraham in 1. Mose Kapitel 15 zu übersehen. Der Bund mit Abraham ist ein wichtiges Beispiel weil er einen Vorschatten auf “den Neuen Bund in Christi Blut” darstellt, der Tausende von Jahren später eingesetzt werden sollte. Gott sagt, dass "ein tiefer Schlaf auf Abram fiel” bevor er mit dem Prozess begann (1. Mose 15:12). Abram schlief während des "Schneidens" dieses Bundes – und Gott selbst führte den “Wandel im Blut” an seiner Stelle aus. Gott gestattete es Abram, das gesamte Ereignis durch einen Traum zu beobachten – doch er erlaubte es ihm nicht, daran teilzunehmen. Durch diese Handlung brachte Gott zum Ausdruck, dass sein Bund mit Abraham (damals noch Abram genannt) vollständig auf Ihm ruhen würde. Abraham sollte wenig mit dem Einhalten dieses Bundes zu tun haben. Abrahams Verantwortung bestand darin, in “Ruhe” zu sein. Wir können dasselbe Prinzip in Christi Blutsbund sehen. Unsere Erlösung ruht auf der Treue von Jesus – nicht auf unserer Leistung, unserer Befolgung religiöser Regeln oder unserer Zugehörigkeit zu einer Gemeinde. Gott sagt uns, dass wir auf dieselbe Weise in seine Ruhe eintreten sollen wie Abraham schlief (ruhte) während Gott den Bund mit ihm aufrichtete. (Lies dazu Hebräer Kapitel 4)
 
"Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten; denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinigen. So wollen wir uns denn befleißigen, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall komme." (Hebräer 4:9-11)
 
Ruhe ist eine Erfahrung des "Neuen Bundes" für den Gläubigen. Der Schreiber des Hebräerbriefes hielt es für eine Sache von äußerster Wichtigkeit. Wenn man Hebräer Kapitel 4 liest wird man folgendes feststellen: es zu versäumen, in Gottes Ruhe einzugehen, wird mit Ungehorsam gleichgesetzt. Doch vom größten Teil der religiösen Lehre werden wir in die genau gegenteilige Richtung gewiesen. Ich wollte die Aufmerksamkeit auf diesen Aspekt der “Bundesruhe” richten um den Unterschied aufzuzeigen zwischen einer korrupten Lehre, die bedrückt, und der Lehre des Neuen Testaments über den Bund, der die religiös Gefangenen freisetzt!
 
Ich glaube, dass das Evangelium von Jesus Christus uns frei macht. Ich glaube fest an Gottes Gnade – seine unverdiente Gunst. Doch es werden auch andere Evangelien gepredigt. Ich habe gehört, wie manche Evangelisten den Begriff “Freiheit” benutzt haben um Menschen zu überreden, eine Entscheidung für Christus zu treffen. Sie sagen: „Komm’ zu Jesus. Er wird dich frei machen". Doch die Botschaft, die dabei oftmals bei der Zuhörerschaft ankommt, lautet: „Komm’ zu Jesus – und dann lebe dein Leben so wie du es willst". Erlösung auf der Basis des Neuen Testaments macht dich nicht frei “um dein Leben so zu führen, wie du es willst!" In 2. Korinther 11:2-3, oben bereits zitiert, macht Paulus deutlich, dass Erlösung beinhaltet, dass der Gläubige mit Christus in einer ehelichen Beziehung vermählt wird. Die Bibel bezeichnet Gläubige unter dem Neuen Testament als „die Braut Christi“. In einer solchen Beziehung stirbt das alte Leben völlig und man nimmt das Lebe des neuen „Ehemannes“ – Jesu – an. Erlösung ist das Verlassen unserer Position in Satans “Familie”, so dass wir in Gottes Familie neu hinein geboren (wiedergeboren) werden können. Unser himmlischer Vater beginnt, uns in seinen Wegen zu unterweisen. Das Ziel ist, uns in das Ebenbild Christi umzugestalten (Römer 8:29). Wie auch immer man es dreht und wendet – Erlösung ist alles andere als die Freiheit, “dein eigenes Ding” zu machen. Wenn die Bibel lehrt, dass Jesus Christus uns frei macht, dann spricht sie von der Freiheit vom Tod und der geistlichen Tyrannei unseres früheren Vaters, Satan. Als Christ bist du nun ein Mitglied der Familie Gottes – und ewiges Leben ist einer der Vorzüge, den jedes Mitglied seiner Familie genießt. Ewiger Tod war deine Bestimmung im Reich des Teufels. Jesus befreit dich vom ewigen Tod und schenkt dir sein Leben. Gott hat einzigartige "Pläne" erstellt, die “maßgeschneidert” für jedes seiner Kinder sind. Der Plan des Vaters für dich mag nicht unbedingt auf mich zutreffen. Wir sind alle unterschiedlich. Da unser Vater uns ursprünglich geschaffen hat, weiß er auch auf einzigartige Weise darüber Bescheid, was uns glücklich machen und erfüllen wird. „Unser eigenes Ding“ zu machen ist eine falsche Form von Freiheit, die den Plan des Vaters für uns durchkreuzt. Und doch ist es das Leitmotiv dieser gegenwärtigen Generation. Wenn wir Erlösung unter dem Evangelium des Neuen Testaments annehmen, verstehen wir diese Erwartungen gleich von Anfang an. Wenn wir die liebende Natur unseres Vaters und seiner Absichten für uns verstehen, dann ist die Zugehörigkeit zu seiner Familie wahre Freiheit.
 
"Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören; ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet." (Jeremia 29:11-13)
 
Ich hoffe, dass meine Ausführungen dir helfen werden, jene zu meiden, die Gottes Wort benutzen um dich unter religiöse Gebundenheit zu bringen. Ich wünsche dir, dass du eine fruchtbare und ruhevolle Beziehung mit deinem himmlischen Vater erfährst. Er hat seinen Sohn Jesus geopfert und sein Blut gebraucht um uns in seine Familie zu bringen – und nun nennt er uns seine Kinder.
Mir geht es um biblische Wahrheit. Es begann damit, dass ich einen intensiven Blick auf einige populäre, religiöse Überzeugungen warf. Ich verglich sie mit dem Standard der Bibel und stellte fest, dass irgendetwas Wichtiges fehlte. Warum war Jesus auf diese Weise gestorben? Hatte Gott eine verborgene „Agenda“ am Kreuz? Warum wirkt Glauben heute nicht mehr so wie in der Gemeinde des ersten Jahrhunderts? Warum wird Gebet nicht häufiger beantwortet? Nachdem ich in meiner Gemeinde nach den Antworten suchte wurde deutlich, dass nur wenige Menschen die Antworten auf diese Fragen kannten.
Die “östliche” Kultur (wo die Bibel geschrieben wurde) basiert auf einer anderen Mentalität als der, die wir in Amerika und Europa heute sehen. Dieses kulturelle Denken ist tief verwoben in die Schriften des Alten und Neuen Testaments – es ist die Sprache des „Blutsbundes“. Die Paulinische Offenbarung ist ein detailliertes Portrait des Bundes Christi. Die Offenbarung des Paulus stellte seine Theologie auf den Kopf und wurde zu seiner einzigen Leidenschaft im Leben. Die moderne Gemeinde mit ihrem religiösen Denken versäumt es, die Bundessprache korrekt zu interpretieren. Aus diesem Grund werden die geistlichen Prinzipien, die mit der Kreuzigung von Christus verbunden sind, mit verschiedenen religiösen Ideologien vermischt, die von Gemeinde zu Gemeinde variieren. Was meinst du, warum wir so viele Glaubensgemeinschaften haben, die sich alle „christlich“ nennen, jedoch eine unterschiedliche Evangeliumsbotschaft predigen? Diese Variationen verursachen große Verwirrung. Die Referenz biblischer Wahrheit fehlt oftmals, wird wegerklärt oder neu definiert. Diese Referenz ist tief verwurzelt in der antiken Institution des Blutsbundes. Diese fehlende „Bundesmentalität“ betrügt uns um die vielen Gewinne aus dem monumentalsten Ereignis der Menschheitsgeschichte.
Das Christentum ist die unglaublichste Transaktion im Universum und hat nicht ihresgleichen. Viele Menschen sind eher Religion ausgesetzt als wahrem Christentum. Amerika und Europa stecken voller Religion, der man ein “christliches” Etikett verpasst hat. Wenn man den Kontrast zwischen Religion und Christentum hervorhebt, verwirrt das die Menschen, weil die beiden Begriffe allgemein für ein und dasselbe gehalten werden. Doch in Wirklichkeit sind Religion und Christentum einander diametral entgegengesetzt. Religion lehrt die Konzepte des Menschen über Gott anstelle von dem, was Gott selbst über sich gesagt hat. Sie führt dich in eine Richtung, wo du dir Gottes Gunst und Annahme durch ein System guter Werke „verdienen“ willst. Religion ist gegründet im Gehorsam des Menschen gegenüber einem Verhaltenskodex oder traditionellen Überzeugungen. Religion versucht immer, Gottes Gnade und die vielen Wohltaten der Erlösung durch Christus herunterzuspielen oder zu diskreditieren – während sie gleichzeitig eine unerschütterliche Loyalität diesen Dingen gegenüber behauptet. Eine religiöse Person versucht immer, Gottes Annahme durch geistliche Leistung zu gewinnen.
 
Christsein ist nicht “Religion”. Der Begriff “christliche Religion” ist ein Widerspruch in sich selbst. Doch eine Mehrheit der Gläubigen neigt dazu, Religion als ihre Methode der Beziehung zu Gott anzunehmen. Sie versuchen, Gottes Annahme durch Leistung zu gewinnen statt durch Glauben an Christus allein wie es das Neue Testament lehrt. Auf Leistung basierendes Christentum (eine Fälschung) gibt uns das Gefühl, etwas beisteuern zu können wenn wir „alle Regeln einhalten und das Richtige tun.” Seine Grundlage beruht auf geistlichem Stolz und lässt ganz subtil zu, dass wir uns wirklich gut in Bezug auf uns selbst fühlen. Sich auf Glauben an Christus allein zu verlassen zwingt uns dazu, unserem Selbst ganz abzusterben und zuzugeben, dass wir hilflos, bankrott und völlig unfähig sind, irgendetwas zu unserer Erlösung beizusteuern. Der wahre Glaube an Christus vernichtet unseren Stolz indem er das, was “Ich” tun kann, durch das ersetzt, was “Jesus” getan hat. Authentisches Christentum  platziert den Menschen in eine Position des Empfangens dessen, was Gott bereits bereitgestellt hat. Gott übernimmt die Last und die Initiative für die Erlösung und positioniert den Menschen in einen Zustand der “Ruhe” (Hebräer 3:7-4:11). Gott gibt dem Menschen Erlösung als ein freies, unverdientes Geschenk (Römer 5:15-21). Im Christentum beugt sich Gott zum Menschen nieder weil er ihn liebt. Das Kreuz ist eine Demonstration des Ausmaßes seiner bedingungslosen Liebe.
Durch die Evangelien hindurch stellt Jesus die populäre religiöse Lehre seiner Tage der geistlichen Wahrheit seines Vaters gegenüber. In Matthäus 15:1-9 sehen wir ein Beispiel dafür. Zuerst sagt Jesus uns, was Gott gesagt hat:
 
“Denn Gott hat geboten...”
 
Als nächstes sagt Jesus uns, was die angenommene religiöse Lehre seiner Tage sagte:
“Ihr aber sagt...”
 
Jesus benutzte den Kontrast zwischen der angenommenen religiösen Lehre des Menschen und dem Wort Gottes als eine effektive Form der Unterweisung. Ich stelle hier auch populäres, religiöses Gedankengut dem Wort Gottes gegenüber. Einige mögen meinen, ich sollte eine “positivere” Herangehensweise wählen. Doch ich möchte geistliche Wahrheit darstellen und gleichzeitig religiöse Philosophien  (keine Einzelpersonen, Gemeinden oder Glaubensgemeinschaften) entlarven, die Christen in Gebundenheit gefangen halten.
 
Ich betrachte diese Lehre als Studienführer über Erlösung nach dem Neuen Testament im Licht dessen, was Jesus den „Neuen Bund in meinem Blut“ genannt hat. Ich zitiere dabei großzügig die Bibel, welche die Grundlage für alles sein sollte, was in der Gemeinde gelehrt wird. Ich führe ausreichend Schriftstellen an um zu demonstrieren, dass es sich bei diesen Wahrheiten nicht nur um gute Ideen handelt. In den meisten Fällen zitiere ich die gesamte Bibelstelle. In keiner Hinsicht kann ich es mir als Verdienst anrechnen, all diese Wahrheiten hier präsentieren zu können. Viele Pioniere sind mir dabei vorangegangen, Jahre bevor ich überhaupt geboren wurde. Ich stehe tief in der Schuld jener, die die Bedeutung des Neuen Bundes in Christi Blut innerhalb des christlichen Glaubens zur Wiederentdeckung bewahrt haben. Viele frühe Prediger und Lehrer erlitten Verleumdung, Verfolgung und Tod durch die religiöse Gemeinschaft weil sie toten, traditionellen Überzeugungen mit einer frischen Perspektive vom Heiligen Geist entgegen traten. Die Verfolgung geht bis heute weiter.
 
Das in dieser Lehreinheit präsentierte Material mag traditionelle Überzeugungen angreifen. Wenn wir über das Thema eines Blutsbundes sprechen soll damit in keiner Weise befürwortet werden, dass irgendjemand jetzt hingehen und dieses Ritual praktizieren sollte; wir brauchen nur noch an dem Bund partizipieren, den Jesus bereits eingesetzt hat. Er sollte niemals mit den pervertierten Praktiken im Bereich des Okkultismus oder Zeremonien, die mit Hexerei und Satansanbetung zu tun haben, verwechselt werden. Unser Studium zentriert sich auf die fehlende und verzerrte Perspektive des Blutsbundes im christlichen Glauben. Die Bibel hat viel über dieses Thema zu sagen. Heute wagen es einige Theologen und christliche „Apologeten“, die Rolle des Blutsbundes innerhalb der Gemeinde neu zu definieren oder zu minimieren. Wir werden feststellen, welchen Schaden diese Philosophie weiterhin verursacht und wie sie effektiv biblischen Glauben vernichtet. Unser Herr Jesus Christus hat gesagt:
 
“Doch wenn des Menschen Sohn kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?” (Lukas 18:8)
 
Wir leben in den letzten Tagen vor der Wiederkunft Christi. Wahrer, biblischer Glaube ist schwer zu finden, so wie Jesus es gesagt hat. Nach der Kreuzigung von Christus erklärt das Neue Testament, dass ewiges Leben als ein freies Geschenk gewährt wird. Dieser deutlich biblisch festgestellten Tatsache stimmen wir vollkommen zu. Doch einige mögen denken, dass wir eine falsche Überzeugung namens „Universalismus“ unterstützen. Universalisten glauben, dass die Bibel ewiges Leben als ein freies Geschenk bezeichnet, würde bedeuten, dass Gott es jedem schenkt, egal ob dieser Mensch es haben will oder nicht – oder ob er Glauben an Christus hat oder nicht. Universalisten haben gute Absichten. Und ich muss zugeben, dass Gottes freies Geschenk des ewigen Lebens dem Universalismus so nahe kommt wie es nur geht – solange man die Grenze nicht überschreitet. Und doch lehrt das Neue Testament, dass ewiges Leben ein Geschenk ist, das Gott jedem frei gibt, der sein Vertrauen in Christus setzt – doch wir müssen zuerst Christus vertrauen. Das bedeutet, dass ewiges Leben kein “universeller” Vorteil ist, der jedem geschenkt wird. Er wird nur jenen geschenkt, die sich entscheiden, ihr Vertrauen auf Christus zu setzen.
 
"Dem aber, der euch stärken kann laut meines Evangeliums und der Predigt von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen gewesen, jetzt aber geoffenbart und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes kundgetan worden ist, zum Gehorsam des Glaubens, für alle Völker, ihm, dem allein weisen Gott, durch Jesus Christus, sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (Römer 16:25-27)
 
Es gibt wahrscheinlich nur wenige Worte, die so  fesselnd sind wie das Wort „Geheimnis“. Tausende von Romanen machen sich das zu Nutzen und werden von Millionen gelesen. Kriminalgeschichten, die den Leser einladen, zu erraten, wer “es getan hat”, gehören zu den populärsten Film- und Fernsehprogrammen. Sie sind so populär weil sie die Neugier und eine gewisse Begeisterung anstacheln. Gerade wenn man meint, man habe die ganze Handlung durchschaut, kommt es zu einer überraschenden Wende. Bis zum Ende weiß man nie genau, wer „es denn nun getan hat“. Während man dieses überraschende Ende in gut verfassten Romanen und Filmen erwartet, ist es keine gute Sache wenn es um das geistliche Leben der Gemeinde geht. Unser himmlischer Vater will, dass wir alles verstehen, was er getan hat – und er will, dass wir es jetzt wissen!
 
Viele Gemeindebesucher verstehen die Bibel und ihre Botschaft lediglich innerhalb des Rahmenwerkes dessen, was ihre Gemeinde lehrt. Unter Christen gibt es eine Verschwommenheit, die manchmal mit dem Kreuz von Christus verbunden ist. Viele erzählen dir bereitwillig, dass Jesus am Kreuz für die Sünden der Menschheit sterben und die Strafe für unseren Ungehorsam auf sich nehmen musste. Die Bibel wird zitiert um ihre Position zu unterstützen, doch sie können nicht artikulieren, was wirklich am Kreuz geschah, weil sie diese Information selbst nie bekommen haben – in erster Linie deshalb, weil ihre Gemeindeleiter es auf dem theologischen Seminar nie gelehrt wurden. Das Kreuz Christi ist ein Geheimnis und das Evangelium ist die Offenbarung oder Enthüllung dieses Geheimnisses.
 
Hast du dich jemals gefragt: “Warum tut Gott heute nicht mehr dasselbe wie in der frühen Gemeinde?” Wenn man den geistlichen Leitern diese Frage stellt, schieben sie subtil die Schuld auf Gott statt auf ihre Lehre. Gewöhnlich hört man Aussagen wie: “Ja, damals hat Gott Wunder getan aber heute wirkt er nicht mehr so – das Zeitalter der Wunder ist vorbei." Der Grund dafür, dass man so einen Unsinn hört, ist ein Mangel an Erkenntnis über „das Geheimnis“. Wir haben eine Menge religiöses Wissen über Gott und biblische Tatsachen, aber nur sehr wenig wahre Erkenntnis über das Geheimnis Christi. Und ja, es ist für viele von uns heute immer noch ein Geheimnis. Der Grund dafür, dass wir Gott heute nicht dieselben Dinge tun sehen wie er sie in der frühen Gemeinde tat, ist, dass wir in vielen Fällen nicht dasselbe Evangelium predigen und nicht denselben Glauben haben.
 
In Epheser 5:25 gibt uns der Apostel Paulus Anweisungen darüber, wie Ehemänner ihre Frauen lieben sollen. Wenn er in Vers 30 weiter lehrt, gibt uns Paulus jedoch einen kurzen Einblick in das, was das „Geheimnis“ wirklich ist. Lasst uns einmal den gesamten Abschnitt von Vers 25-32 lesen:
 
"Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, auf dass er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort; damit er sich selbst die Gemeinde herrlich darstelle, so dass sie weder Flecken noch Runzel noch etwas ähnliches habe, sondern heilig sei und tadellos. Ebenso sind die Männer schuldig, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde."
 
Die Verse 30-32 sind besonders wichtig:
 
"Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. «Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und werden die zwei ein Fleisch sein.» DIESES GEHEIMNIS IST GROSS,
ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde."
 
Paulus stellt hier fest, dass alles, was er über die Beziehung zwischen einem Ehemann und einer Ehefrau sagt, eine direkte Reflektion von Christus und der Gemeinde ist. Er nennt das ein “großes Geheimnis“. In Vers 31 zitiert Paulus die berühmte Schriftstelle über Ehemänner und Ehefrauen aus 1. Mose 2:24. Der Schlüsselsatz in dieser Schriftstelle ist: "und die beiden werden ein Fleisch sein." Paulus stellt den Mann und die Frau, die ein Fleisch werden, dem großen Geheimnis um Christus und die Gemeinde gegenüber. Diese Vereinigung von zwei Menschen in einem Ehebund steht direkt im Zusammenhang mit dem Geheimnis von Christus und dem Gläubigen. In der folgenden Studie werden wir über die wahre Bedeutung der Bundesvereinigung etwas lernen, was sie kulturell bedeutet, wie sie durch Religion verzerrt worden ist und inwiefern diese Verzerrung katastrophal für den christlichen Gläubigen ist. Die Erlösung, die Jesus für uns erkauft hat, war nie dazu gedacht, außerhalb des Rahmenwerks des Blutsbundes verstanden zu werden. Das Evangelium zu verstehen zu versuchen ohne eine Bundesmentalität öffnet die Tür für lehrmäßige Konflikte, die Verwirrung und Spaltung unter Gläubigen verursachen.
 
Wenn ich eine Sache benennen sollte, an der es der modernen Gemeinde fehlt, dann ist es ein Verstehen der “Wege” Gottes. In Psalm 103: 6-7 schreibt David:
 
"Der Herr übt Gerechtigkeit und verhilft allen Unterdrückten zum Recht. Er hat seine Wege Mose kundgetan, den Kindern Israel seine Taten."
 
Vieles von der Lehre in der heutigen Gemeinde basiert auf menschlichem Nachdenken über Gott und darüber, wie er denkt und handelt. Viele denken fälschlicherweise, dass „Theologie“ göttliches Wissen ist – doch Theologie sind eher menschliche Vorstellungen über Gott als das, was Gott selbst über sich sagt. Es erstaunt mich, dass einige Prediger Prinzipien aus der Bibel nehmen und sie dahingehend verändern, dass sie in irgendeine Art von religiöser Überlegung oder Denkweise einer bestimmten Glaubensgemeinschaft passen. Die Bibel sagt, dass es „Wege“ Gottes gibt, in denen er operiert. Wenn wir mit seinen Wegen kooperieren, erhalten wir dieselben Resultate wie die frühen Gläubigen in der Bibel. Wir sehen die Kraft Gottes manifestiert wenn wir unser Leben seinen Wegen anpassen. Ein Problem mit der heutigen Gemeinde ist der Überfluss an Lehren, die auf Philosophie und menschlicher Logik basieren. Diese religiösen Ideologien werden als Gottes Wort weitergegeben. Doch Gott wird nicht die Lehren von Menschen bestätigen wenn sie fälschlicherweise als sein Wort verkündet werden. Gott hat versprochen, sein Wort zu bestätigen, nicht das, was Menschen über sein Wort sagen. (Markus 16:20, Jeremia 1:11-12, Matthäus 15:1-9)
 
"Oh Herr, Gott Israels! Kein Gott ist dir gleich, weder im Himmel noch auf Erden, der du den Bund und die Barmherzigkeit beobachtest deinen Knechten, die von ganzem Herzen vor dir wandeln! Der du deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten, was du ihm verheißen hast. Mit deinem Mund hattest du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es heute der Fall ist." (2. Chronik 6:14-15)
 
"Nun, unser Gott, du großer Gott, mächtig und furchtbar, der du den Bund und die Barmherzigkeit hältst...” (Nehemia 9:32)
 
Unser Gott ist ein bundestreuer Gott. Einen Bund zu respektieren ist eine von Gottes vorrangigen Charakterzügen. Da dies klar in der Bibel zum Ausdruck kommt, würden wir gut daran tun, dessen Bedeutung zu entdecken und inwiefern es sich auf unsere Erlösung im Neuen Testament bezieht. Durch die ganze Bibel hindurch sagt Gott uns, dass er mit der Menschheit auf Bundesbasis in Beziehung tritt.
 
Im Folgenden habe ich neun biblische Bezugsstellen aus dem Alten und Neuen Testament herausgesucht, die klar die Bundesbeziehung beschreiben, die wir mit Gott haben.
 
"Wohlan, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser; und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft Getreide,
kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! Warum wägt ihr Geld dar für das, was kein Brot
ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich und esst Gutes und eure Seele ergötze
sich am Fett! Neigt eure Ohren und kommt her zu mir, hört, so wird eure Seele leben! Denn ich will euch einen
ewigen Bund gewähren: die Gnadengüter Davids, die beständig sind." (Jesaja 55:1-3)
 
"Ich will einen Friedensbund mit ihnen schließen und alle bösen Tiere aus dem Land treiben, dass sie in der
Wüste sicher wohnen und in den Wäldern schlafen können. Ich will sie und die Umgebung meines Hügels zum
Segen setzen und will ihnen den Regen zu seiner Zeit herab senden; das sollen gesegnete Regen sein!"
(Hesekiel 34:25-26)
 
"Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund
schließen werde; nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand
ergriff, um sie aus dem Land Ägypten auszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, und ich hatte sie
mir doch angetraut, spricht der Herr. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen
schließen will, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und es in ihren Sinn schreiben und will ihr
Gott sein und sie sollen mein Volk sein." (Jeremia 31:31-33)
 
"Nun aber hat er einen umso bedeutenderen Dienst erlangt, als er auch eines besseren Bundes Mittler ist, der auf
besseren Verheißungen ruht. Denn wenn jener erste Bund tadellos gewesen wäre, so würde nicht Raum für
einen zweiten gesucht." (Hebräer 8:6-7)
 
"Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in
ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben, und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeiten will ich nicht
mehr gedenken." (Hebräer 10:16-17)
 
"Denn wenn wir freiwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für
Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern ein schreckliches Erwarten des Gerichts und Feuereifers, der die
Widerspenstigen verzehren wird. Wenn jemand das Gesetz Moses missachtet, muss er ohne Barmherzigkeit
auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben, wie viel ärgerer Strafe, meint ihr, wird derjenige schuldig
erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt
wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?" (Hebräer 10:26-29)
 
"...sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen
Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zur Festversammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im
Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten
und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als Abels
Blut." (Hebräer 12:22-24)
 
"Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe von den Toten ausgeführt hat, mit dem Blut eines
ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus, der rüste euch mit allem Guten aus, seinen Willen zu tun, indem er selbst
in euch schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Amen." (Hebräer 13:20-21)
 
"…ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für
euch vergossen wird." (Lukas 22:20)
 
Bezüglich der Worte Christi in dieser letzten Passage wird das Wort “Bund” in manchen Übersetzungen auch mit “Testament” wiedergegeben. Die Worte "Testament" und "Bund" werden austauschbar verwendet. Wenn man das Wort in einer Konkordanz nachschlägt, kann man feststellen, dass die griechische Bedeutung sowohl mit „Testament“ als auch mit „Bund“ wiedergegeben wird. In der modernen Theologie wird die Bibel allgemein als ein Buch der Zeitrahmen dargestellt. Das wird einfach als die Aufteilung der Geschichte in verschiedene Zeitrahmen verstanden. Einige Prediger erklären dogmatisch, dass Gott mit einer bestimmten Dispensation beginnt wenn er etwas Besonderes tut. Wen er sein Ziel erreicht hat, beginnt er eine neue Dispensation mit der Betonung auf etwas anderem. Wenn jemand sagt, dass das Zeitalter der Heilungen und Wunder vorbei ist, geht diese Person davon aus, dass Gott heute nicht mehr heilt weil er diese Dispensation abgeschlossen hat und zu etwas anderem übergegangen ist. Das Problem mit dieser Art fehlerhaften Denkens ist, dass man nie wissen kann, wann Gott beschlossen hat, “die Spielregeln zu ändern”. Es betrügt uns um die Fähigkeit, bestimmte Dinge über den Willen Gottes im Leben eines Gläubigen zu “wissen”. Man kann nie wirklich “wissen”, was Gott tun wird, weil er vielleicht nicht das macht, was er zuvor gemacht hat. Diese Art von Denken bewirkt einen gefälschten Glauben in Christen. Es ist ein Glauben, der eine spezielle Bitte an Gott richten, aber nie die Zuversicht hervorbringen kann, dass man das Erbetene auch erlangt – weil da die Unsicherheit ist, ob Gott bereit ist, das Erbetene zu gewähren. Diese Art von gefälschtem Glauben ist weit verbreitet in der modernen Gemeinde.
 
In der Bibel läutete Gott nie einen neuen Zeitabschnitt ein ohne ihn zuerst auf einem Blutsbund aufzubauen. Die Bibel ist generell in zwei Abschnitte eingeteilt – das Alte Testament und das Neue Testament. Diese werden auch der Alte Bund und der Neue Bund genannt. Der Alte Bund spricht den Blutsbund an, den Gott mit Abraham geschlossen hat und den Blutsbund des Gesetzes, der durch Mose am Berg Sinai begonnen wurde. Der neue Bund wurde durch das Blut von Jesus Christus eingesetzt (Lukas 22:20). Der Alte Bund des Gesetzes ist vergangen (Hebräer 8:1-13), doch der Neue Bund ist ein ewiger Bund (Hebräer 13:20-21). Der Neue Bund wird als „ein besserer Bund, beruhend auf besseren Verheißungen“ bezeichnet (Hebräer 8:6). Der Neue Bund ist derselbe Bund, an den die frühe Gemeinde ihren Glauben ausübte. Der Neue Bund ist ewig während und deshalb ist er für die heutige Gemeinde immer noch in Kraft. Heilung ist nicht vergangen wie einige fälschlicherweise predigen – weil die Verheißung körperlicher Heilung nie auf einem Zeitrahmen basierte, sondern ein durchs Blut erkaufter Vorteil eines ewigen Bundes ist. Können wir erwarten, dass Gott an uns heute genauso handelt wie er es für die frühe Gemeinde getan hat? Absolut! Weil wir denselben, ewigen Bund haben wie sie.
 
"Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis." (Hosea 4:6)
 
Wir haben bereits zuvor über Gottes Wege gesprochen. Ein Mangel an Erkenntnis oder eine falsche Erkenntnis von Gottes Wegen bringt Zerstörung in unser Leben. Die Bibel lehrt, dass Gott sich nie außerhalb seiner Wege und gegen seinen eigenen Charakter bewegt. Gott verstößt nie gegen sein Wort. Nie! Einer der Gründe dafür, dass er Mose in seinen Wegen unterwies, bestand darin, dass er die Nation Israel erfolgreich würde führen können. Gottes Wort lehrt uns über seine Wege, so dass wir Erfolg haben können. Niederlage im Leben eines Christen verherrlicht Gott nicht. Es ist interessant, dass Gott Josua ermahnte, Tag und Nacht über das Wort Gottes nachzusinnen (Josua 1:8). Würde Josua gehorsam sein, so verhieß ihm Gott: "Alsdann wird dir dein Weg gelingen, und dann wirst du weislich handeln!" Wohlstand und Erfolg resultieren aus der Anpassung deines Lebens an Gottes Wege. Doch du erzielst das gegenteilige Ergebnis wenn du dich aus den Wegen Gottes heraus begibst und einen anderen Weg suchst, selbst wenn es ein gut aussehender, religiöser Weg ist. Du schneidest dich dadurch von Gottes Hilfe ab. Gott gab uns sein Wort, damit wir seinen Willen und seine Wege kennen können. Die Tragödie ist, dass ein großer Teil der Gemeinde entweder durch falsche Lehre oder durch einen Mangel an Erkenntnis von Gottes Hilfe abgeschnitten ist. Dieser „Mangel an Erkenntnis” ist die Unwissenheit über unseren Bund mit Gott und das, was er dem Christen garantiert. Falsche Lehre ist gewöhnlich auf das Ziel ausgerichtet, die Vorteile des Neuen Bundes von Jesus Christus für den christlichen Gläubigen entweder zu minimieren oder gänzlich zu eliminieren, wobei man die „wesentlichen Grundlagen“ intakt lässt. Diese Art von Lehre ist weit verbreitet. Die Lügen und Täuschungen aufzudecken, die Religion in der Gemeinde verübt hat, ist ein großer Bestandteil des Verstehens des „Geheimnisses des Glaubens.“ Wenn wir verstehen, wo wir Gottes Wege verpasst haben, können wir eine Korrektur vornehmen und beginnen, den Erfolg zu genießen, der daraus resultiert, mit Gottes Wort auf einer Linie zu sein.
 
Ein Blutsbund schenkt uns die Macht, “zu wissen.” In 1. Mose Kapitel 15 lesen wir, wie Gott mit unglaublichen Verheißungen an Abraham herantrat. Zunächst einmal brachte Abram sein Anliegen vor Gott bezüglich seiner Kinderlosigkeit. Abram brauchte einen Erben, der von ihm selbst abstammte. Gott reagierte indem er Abram nicht nur einen Sohn versprach, sondern darüber hinaus erklärte, dass seine Nachkommen so zahlreich wie die Sterne am nächtlichen Himmel sein würden. Gott versprach Abram auch Land – vom Fluss Ägyptens bis hin zum Euphrat (1. Mose 15:18). Abram antwortete indem er Gott eine Frage stellte: "Woran soll ich merken, dass ich es erblich besitzen werde?" Diese eine Frage bereitet die Bühne für eines der monumentalsten Ereignisse des Alten Testaments – ein Blutsbund zwischen einem Menschen (Abram) und dem allmächtigen Gott. In Erwiderung auf Abrams Frage macht Gott einen Bund, der zur Garantie oder Sicherheit dafür wird, dass er tun wird, was er gesagt hat. Wir wissen, dass die Ereignisse aus 1. Mose 15 mit dem Schließen eines Bundes zu tun haben, weil Vers 18 mit der Aussage beginnt: "Am selben Tag machte Gott einen Bund mit Abram..." Beachte, dass Gott Abram nicht im Zustand der Unwissenheit ließ. Gott initiierte diesen Bund und band sich selbst durch einen “Blutsschwur” daran, der niemals gebrochen werden kann. Dieser Bund ist unter Bibelgelehrten als der „Abrahamische Bund“ bekannt. Der Abrahamische Bund stellt das Fundament für das Kommen des jüdischen Messias – Jesus Christus – dar.
 
Der Blutsbund ist die älteste und antikste Einrichtung, die dem Menschen bekannt ist. Er stellt das ernsteste und am stärksten bindende Übereinkommen dar, in das zwei Personen eintreten können. Die britischen Missionare Stanley und Livingstone behaupteten, dass auf dem gesamten Kontinent Afrika noch nie ein Blutsbund gebrochen wurde. Einen Blutsbund zu brechen garantierte den sicheren Tod. Wenn ein Blutsbund gebrochen wird, wird die eigene Familie des Missetäters ihn jagen und töten. Das Gesetz des Blutsbundes ist wohlbekannt unter Stammeskulturen. Es wird von indischen Stämmen in Amerika und auch von den meisten Stämmen in Afrika vollkommen verstanden und praktiziert. Kulturen aus dem Mittleren Osten, besonders diejenigen, unter denen die Bibel geschrieben wurde, sind fest gegründet in der Institution des Blutsbundes. Kulturen, die nicht vertraut mit dem Wirken des Blutsbundes sind, sind die „moderneren“. Das Wort „Bund“ hat nur wenig Bedeutung für den durchschnittlichen Amerikaner und Europäer und  traurigerweise auch für die meisten christlichen Gläubigen.
 
 
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